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Die Züge der Südostbahn – etwa der Voralpen-Express – sind teilweise leer unterwegs. Deshalb lanciert SOB-CEO Thomas Küchler die Debatte um Gewinne im Regionalverkehr neu.

Ob zwischen Wädenswil und Samstagern oder zwischen St. Gallen und Luzern: Die Züge der Südostbahn (SOB) sind fast leer unterwegs. Gerade einmal 20 Prozent der Fahrgäste seien derzeit unterwegs, sagt SOB-CEO Thomas Küchler im Interview. Diese geringe Auslastung wegen der Corona-Krise macht dem Bahnunternehmen massiv zu schaffen. Denn 80 Prozent der Züge müssen nach wie vor unterwegs sein. Einerseits, um die Vorgaben von Bund und Kantonen umzusetzen, andererseits um die Mobilität für Berufstätige aufrechtzuerhalten, die auf den öffentlichen Verkehr angewiesen sind. Weil der Südostbahn Millionenverluste drohen, will Thomas Küchler mit Bund und Kantonen das Gespräch suchen und über die Gewinnverwendung im regionalen Personenverkehr sprechen. Für Küchler störend: Im subventionierten Regionalverkehr dürfen allfällige Gewinne von den Unternehmen nicht frei verwendet werden. «Wenn man jetzt aber im Regionalverkehr ausserordentliche Verluste macht, die wir notabene nicht selbst zu verantworten haben, dann sollen wir das nicht der allgemeinen Kasse belasten müssen.» Trotz drohender Verluste: Die Südostbahn will am strategischen Entscheid festhalten, in den Fernverkehr einzusteigen.

Zum Interview in der Zürichsee-Zeitung.