Journalismus Y – Podcast

Date : 29. Mai 2017

Journalist Angelo Zehr war für „Journalismus Y“ zu Besuch bei der ZSZ. „Wie ist das, als Junger ein Team zu leiten?“, fragte er für seinen Podcast.

27 und schon Chef. Also genauer gesagt: Redaktionsleiter. Seit 2014 ist Conradin Knabenhans bei der Zürichsee Zeitung. Seit 2015 leitet er dort die Obersee-Ausgabe. Wie fühlt es sich an, ein Team von acht Personen zu leiten, wenn man der Jüngste im Team ist? Das wollten wir von ihm wissen und sind ihn in Wädenswil besuchen gegangen.

 

Ausschnitte aus dem Podcast in Textform:

Machst du eine andere Zeitung weil du jünger bist?
Nein, das glaube ich nicht. Wir sind ein durchmischtes Team – mein Alter spielt keine grosse Rolle, weil wir viele Entscheidungen im Team treffen.

Welche Rolle hat der Lokaljournalismus, wenn Medien wie die New York Times nur ein Mausklick entfernt sind?
«Schwarzmaler würden jetzt sagen, eine kleine, weil man ja alle Informationen überall bekommt, aber ich habe die Erfahrung gemacht: Lokal interessiert.» Bei der Zürichsee-Zeitung konnten wir ganz klar sehen, dass beispielsweise während den Wahlen im vergangenen Jahr die Klickzahlen online und sogar die Abo-Verkäufe angestiegen sind. Und diese Inhalte wird man nie in der New York Times kriegen.

Was glaubst du, wie deine Arbeit in 10 Jahren aussehen wird?
Online wird nochmal zulegen, das ist klar. Es braucht aber auch Verlage, die den Print als Kulturgut, als wichtige Informationsquelle im Lokalen beibehalten wollen. «Die Zeitung erinnert einen jeden Morgen daran, dass man aktuelle Informationen aus der Region bekommen hat. Online ist es viel schwieriger, die Leute regelmässig für sich zu gewinnen.»

 

Mehr zum Podcast „Journalismus Y“ unter: journalismus-y.ch