Citycenter soll noch grösser werden

Das grösste Bauprojekt von Rapperswil wird erweitert. Statt 7000 werden nun 8600 Quadratmeter Land für das Citycenter-Projekt genutzt.

Erst waren es 3500 Quadrat­meter, dann 7000 und jetzt 8600: Das Planungsfeld für das Citycenter im Rap­pers­wiler Zen­trum wird immer grösser. Nachdem die Familie Villiger Ende des vergangenen Jahres die Parzelle Tie­fen­au gekauft hatte, wird nun definitiv auch mit dem östlichen Privatgrundstück an der Neuen Jona­strasse geplant. Dieses war bis ­Ende des vergangenen Jahres ­ Teil eines Erben­streits und wurde jetzt an die Immobiliengesellschaft Saweka verkauft. Für Fabian Villiger ist es «positiv», als Bauherren gemeinsam zu planen. Man wolle ein «städtebaulich hervor­ragendes Projekt» umsetzen können. Das Citycenter ist ­ das wohl grösste Bauprojekt in Rap­pers­wil seit vielen Jahren. ­Alleine die Baukosten werden ­ von den Bauherren, abhängig ­ von der Nutzungsdichte, auf 65 Millionen Franken geschätzt.

Vielfältige Nutzung

Aus dem Programm für den kommenden Studienauftrag, welcher der «Zürich­see-Zei­tung» vorliegt, wird klar, wie eng vernetzt die Grundstücke sind. Auf den Arealen City­cen­ter und Tie­fen­au sind Läden, Büros und Wohnungen geplant. Im Erdgeschoss ent­steht eine Grossfläche für einen Le­bens­mittelladen oder einen Fachmarkt, dazu kleinere Flächen für Detailhandel, Restaurants oder einen Take-away. Auch eine Notfallpraxis soll dereinst im City­center eingerichtet werden, laut Ausschreibung könnte sie aber auch auf dem Saweka-Grundstück Platz finden. Angedacht sind kleinere 2½- bis 4½-Zimmer-Wohnungen mit Balkon oder Terrasse. Auf grosse Maisonetten soll verzichtet werden. Auch auf dem Saweka-Baufeld wird ein Restaurant mit Aussensitzplätzen entstehen, dazu Service-Wohnungen und betreutes Wohnen. Hier verfügen nicht alle Wohnungen über einen Balkon. Als Infrastruktur dient im Gebäude auch ein Spitex-Raum.

Bis nächste Woche können sich Architekturbüros für den Studienauftrag bewerben. Sieben Büros, darunter auch Nachwuchs-Archi­tekten, werden dann von einer Jury ausgewählt und können bis Anfang 2016 eine kon­krete Studie für die zukünf­tige Nutzung des Areals erarbeiten. Ende März 2016 soll das Siegerprojekt dann ausgewählt werden. Läuft alles nach Plan, könnten die neuen Gebäude 2019 oder 2020 bezogen werden. Den Bauherren rund um die Familie Villiger und der Saweka AG schwebt ein ur­banes Quartier vor, das den bestehenden Charakter des «Neustadtgürtels» um die Neue Jona­strasse mit Manor und Albu­ville weiterführen soll.

Planerische Herausforderung

Für die Planer gibt es einige Herausforderungen. Weil unklar ist, wo der Individualverkehr zukünftig durch die Stadt geführt wird, müssen die Architekturbüros meh­rere Verkehrsführungen einbeziehen. Dazu sind 470 Parkplätze und 460 Veloabstellplätze unterzubringen. Im ersten Untergeschoss des Citycenters ist auch eine Erweiterung der Manor-­Filiale um bis zu 500 Quadrat­meter denkbar. Auch die Umgebung des ehemaligen, denkmal­geschützten Feuerwehrdepots muss bei der Planung berücksichtigt werden. In diesem plant die Stadt neue Kultur und Gastronomie-Angebote. Eine entsprechende Ausschreibung läuft derzeit.

Aus der Zürichsee-Zeitung vom 10. September 2015.

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