Schloss Rapperswil bleibt ohne Polenmuseum

Hinter verschlossenen Türen fanden­ Gespräche zur Zukunft des Polenmuseums im Schloss Rapperswil statt.

Auch ein Gespräch zwischen dem Eidgenössischen Aus­sen­de­par­te­ment (EDA), der Stadt sowie der Ortsgemeinde, Vertretern der polnischen Botschaft und des Polenmuseums konnte nichts dar­an ändern: Im neuen Schlosskonzept hat es keinen Platz mehr für das Polenmuseum. An diesem Entscheid werde auch nach den Verhandlungen vom Freitag nicht gerüttelt, gibt Ortsgemeindepräsident Matthias Mächler auf Anfrage bekannt.

Zum genauen Inhalt der Gespräche wollten sich die beteiligten Parteien nicht äus­sern. Auch die Vertreter des Polenmuseums geben sich äus­serst bedeckt. Beim EDA heisst es ein­zig, das Gespräch habe in einer «positiven und kons­truk­tiven Atmosphäre» stattgefunden. Die Gespräche würden zu einem späteren Zeitpunkt fortgesetzt, um eine für  alle Seiten akzeptable Lösung zu finden. Nach Informationen der ZSZ sollen die weiteren Verhandlungen im Sommer geführt werden.

Bereits im Herbst hatten sich die Vertreter Polens und des EDA zu Gesprächen ohne Stadtbehörden getroffen. Um das Polenmuseum zu retten, bot das polnische Kulturministerium zudem jährlich rund 600 000 Franken für Projekte wie Konzerte oder Kinotage. Dafür müsse das Museum jedoch weiterexistieren. Stadtpräsident Erich Zoller gab aber ­damals bekannt: «Das Kultur­angebot wäre eine Ergänzung zu unserer Schlossvision.»

Gruppe nimmt Arbeit auf

Nachdem die Stimmbürger von Rapperswil-Jona die Projektierungskredite für die Schlossvision bewilligten, hat inzwischen die Projektgruppe ihre Arbeit aufgenommen, wie Ortsgemeindepräsident Matthias Mächler sagt. Man habe in der Gruppe die Aufgaben verteilt. Mit ersten Ergebnissen sei im Sommer zu rechnen.

Aus der Zürichsee-Zeitung vom 24. Februar 2015.

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