Feuerwehren vergeben Millionenaufträge

Die Feuerwehren in der Region rüsten auf. In Rapperswil-Jona wird ein neues Drehleiterfahrzeug beschafft, die Feuerwehr Uznach-Schmerikon ersetzt ihr Rüstfahrzeug.

Gleichzeitig beschaffen drei Städte im Kanton St. Gallen neue Fahrzeuge mit 30 Meter langen Drehleitern. Rapperswil-Jona, St. Gallen und Wil wollen sich damit auf den neusten Stand der Rettungs- und Löschtechnik bringen. Dies geht aus einer Ausschreibung im Informationssystem für das öffentliche Beschaffungs­wesen hervor. «Mit der gemein­samen Beschaffung können wir Arbeit und hoffentlich auch Kosten sparen», sagt Koordinator Roland Meier von der Sicherheitsverwaltung Rapperswil-Jona. Meier rechnet mit Kosten von rund einer Million Franken pro Fahrzeug. Weil sich nebst den drei St. Galler Städten auch die Schaffhauser Gemeinde Beringen am Auftrag beteiligt, können vier Drehleiterautos gleichzeitig ausgeliefert werden, was laut einem Experten des St. Galler Amts für Feuerschutz tatsächlich ein gewisses Sparpotenzial bietet.

Das Amt für Feuerschutz unterstützt die Gemeinden deshalb wenn möglich auch bei der Koordination von gemeinsamen Aufträgen.

Das Drehleiterfahrzeug der Feuerwehr Rapperswil-Jona ist rund 20 Jahre alt, ähnlich wie auch die Autos der beiden anderen St. Galler Städte. Für Roland Meier ist deshalb klar, dass die Fahrzeuge ersetzt werden müssen: «Einerseits hat sich die Technik in den letzten Jahren deutlich verbessert, andererseits würden grosse Revisionsarbeiten anstehen.» Meier rechnet bereits für eine normale 10-Jahres-Revision eines Hubretters mit Kosten von über 80 000 Franken. Bis im März haben Hersteller nun Zeit, ihre Angebote einzureichen. Dabei haben sich alle Gemeinden auf ein gemeinsames Pflichtenheft geeinigt. Mit optionalen Wünschen kann zudem auf die individuellen Bedürfnisse eingegangen werden. Die Städte entscheiden danach anhand eines bereits festgelegten Kriterienkataloges, wer den Zuschlag für die Lieferung erhält. Nach Vertragsabschluss haben die Hersteller ein Jahr Zeit, das Fahrzeug auszuliefern.

Die Hersteller müssen zudem für die zu ersetzenden Fahrzeuge ein Rücknahmeangebot einreichen. Als mögliche Käufer kämen dann laut Meier auch andere Gemeinden infrage.

Rüstfahrzeug wird bestellt

Die Feuerwehr Uznach-Schmerikon macht sich zeitgleich auf die Suche nach einem neuen Einsatzfahrzeug für die technische Ausrüstung. Das bestehende Rüstfahrzeug sei ebenfalls bereits über 20 Jahre alt, sagt Kommandant Heinz Hickert auf Anfrage. Er rechnet mit Kosten von rund einer halben Million Franken. Die Stimmbürger von Schmerikon müssen den Kauf im Rahmen des Budgets noch genehmigen, Uz­nach hat dies bereits getan. Das neue Fahrzeug soll umwelt­verträgli­cher und zusätzlich mit einer Hebebühne ausgerüstet sein. Die Gemeinden Uznach und Schmerikon wünschen, dass das Rüstfahrzeug Ende Jahr ausgeliefert werden kann.

Welche Kriterien ein Feuerwehrfahrzeug erfüllen muss, bestimmt auch das Amt für Feuerschutz des Kantons St. Gallen. Erfüllen die Gemeinden diese verlangten Mindeststandards, wird das neue Modell von der Gebäudeversicherung mit bis zu 40 Prozent des Kaufpreises subventioniert.

Aus der Zürichsee-Zeitung vom 13. Januar 2015

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