Kurzschluss legt Rapperswil-Jona lahm

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Am Donnerstagmorgen fiel in weiten Teilen der Stadt der Strom aus. Tausende Haushalte waren vom Kurzschluss im Unterwerk Jona betroffen.

Um vier Minuten nach 8 Uhr wurde es in Rapperswil-Jona plötzlich dunkel. Ein Kurzschluss in der 110 000-Volt-Schaltanlage führte zur automatischen Abschaltung des Unterwerks Jona. Der Strom fiel während rund 30 Minuten in sämtlichen Haushalten des Stadtgebietes von Rapperswil, Jona und Kempraten aus. Nicht betroffen waren laut Ernst Gossweiler, Geschäftsführer des Elektrizitätswerks Jona-Rapperswil (EWJR), die Gebiete Buech, Bollingen und Wagen im Osten der Stadt.

Feuerwehr im Einsatz
Der Kurzschluss führte im Schaltanlageraum zudem zu einer starken Rauchentwicklung. Die Feuerwehr musste das Gebäude an der Joner Werkstrasse belüften und vom Rauch befreien.
Die Ursache des Kurzschlusses ist laut Experten der St. Gallisch-Appenzellischen Kraftwerken das automatische Einschalten eines sogenannten Erders. Ob der Vorfall im Zusammenhang mit Erneuerungsarbeiten der Schutz- und Leittechnikeinrichtungen im Unterwerk steht, wird abgeklärt. Die Kosten des Vorfalls sind noch nicht bezifferbar. Die Anlage müsse zuerst gereinigt und auf ihren Zustand überprüft werden. Wann das Unterwerk Jona wieder in Betrieb genommen wird, ist momentan noch offen.

Weitere Regionen betroffen
Weil die Stromversorgung der Stadt doppelt abgesichert ist, wird sie nun über das Unterwerk Auholz sichergestellt. Ernst Gossweiler vom EWJR spricht von einem seltenen Ereignis. Der letzte solche Totalausfall liege rund 15 Jahre zurück.
Die Auswirkungen des Stromausfalls waren kurzzeitig auch im Zürcher Oberland und am rechten Zürichseeufer zu spüren. Wegen des Kurzschlusses kam es im regionalen Stromnetz zu einem Spannungseinbruch. In vielen Haushalten flackerten deshalb Lampen, und technische Geräte wie Computer schalteten sich automatisch ab.

Bild: Martin Diener / Radio Zürisee

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