Diners Club AG geschäftet weiter

Die Diners Club AG mit Sitz in Rapperswil-Jona geschäftet weiter. Dies, obwohl die Firma ihr Kreditkartengeschäft im Frühling dieses Jahres an die Cornèr-Bank verkaufte. Diners-Club-AG Verwaltungsratspräsident Anthony J. Helbling forderte zudem von seinem früheren Geschäftspartner und ehemaligen Minderheitsbesitzer Patrick Liotard-Vogt 1,15 Millionen Franken zurück. Laut der «Handelszeitung» handelte es sich um einen «bizarren Streit» zwischen den Geschäftspartnern. Das Duo habe damals pro Jahr rund 5 Millionen Franken «verbrannt », wofür, wisse niemand genau. Unklar ist, in welchen Geschäftsfeldern die Diners Club AG heute aktiv ist. Laut dem Handelsregisterauszug betreibt die Firma «Inkasso von Forderungen für Unternehmen und Privatpersonen », insbesondere im Zusammenhang mit Kredit- und Zahlungskarten. Auf Anfrage der ZSZ will Helbling keine Fragen zu den neuen Geschäftstätigkeiten beantworten.

Keine Revisionsstelle

Mit der neusten Publikation im Handelsregister wird jedoch auchklar: In Zukunft wird keine externe Firma mehr die Bücher der Diners Club AG prüfen. Das Unternehmen hat die Zusammenarbeit mit dem Wirtschaftsprüfer KPMG nach einem entsprechenden Beschluss des Verwaltungsrates beendet. Ein solcher Revisionsverzicht ist laut Christian Nussbaumer, Vorstandsmitglied von Treuhand Suisse und Leiter des Instituts für die Eingeschränkte Revision, durchaus legitim. «Alle Aktionäre müssen einverstanden sein und die Firma darf im Jahresschnitt nicht mehr als zehn Vollzeitstellen umfassen.» Auf die externe Revision zu verzichten, helfe Kosten zu sparen. «Aber es fällt das Vier-Augen-Prinzip weg.» Auch wenn die Treuhänder die Überprüfung selbst nicht so sehen, in gewisser Weise habe man ohne Revision auch keine unabhängige Kontrolle, meint Nussbaumer. Weshalb die Diners Club AG auf die Revision verzichtet, will Verwaltungsratspräsident Anthony J. Helbling gegenüber der ZSZ ebenfalls nicht kommentieren. Ein ausführliches Gespräch zuseiner Firma lehnte er ab.

Aus der Zürichsee-Zeitung vom 19. November 2014.

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